Neuigkeiten
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13.12.2011
Abgetaucht im Web 2.0
Die Angebote an sozialen Netzwerken und eigenen Gestaltungsmöglichkeiten im Internet scheinen unbegrenzt zu sein. Demzufolge ist es oft schwierig, den Überblick darüber zu bewahren, welche Möglichkeiten Jugendlichen, aber auch uns Hauptberuflichen aus der Schüler/-innenarbeit im WorldWideWeb zur Verfügung stehen.
Web 2.0 ermöglicht mittlerweile jedem Laien, im Internet selber aktiv zu werden. Jugendliche nutzen dies rege! Doch als Hauptberufliche sind wir meist nicht einmal halb so gut informiert wie diejenigen, mit denen wir arbeiten.
Um zu verstehen, wie Jugendliche Facebook und andere Internet-Communities nutzen und wie man sich dort "sicher" bewegen kann, wird Moritz Becker, Dipl. Sozialarbeiter von Smiley e.V., über das Web 2.0 informieren. Mit Prof. Lars Roth haben wir einen Experten zum Thema "Marketing im Internet" gewonnen, der erklärt, wie man im Internet Werbung für Veranstaltungen und die eigene Arbeit machen kann. Beide Informationen werden mit praktischen Beispielen erläutert und ausprobiert.Neben den inhaltlichen Einheiten der Referenten wird es praktisch werden indem wir hinter die Kulissen bei Schüler-VZ in Berlin gucken und mit Jugendlichen ihre Computerspiele spielen - Infos aus erster Hand!
Insgesamt geht es in den drei Fachtagen um eine Wahrnehmung und das Kennenlernen dieser Lebenswelt junger Menschen. Wer weiß, wie man sich im WWW sicher bewegt und welche, zum Teil einfachen Möglichkeiten es dort gibt, kann Kinder und Jugendliche im Umgang mit Medien begleiten.
Wo? Berlin, CVJM Sophienhof
Wann? 23.01.12 - 26.01.12
Wer? Hauptamtliche
Veranstalter? AES und AEJ
Kosten? AES-Mitglieder: 130,00 € im EZ, 100,00 € im DZ
ohne Mitgliedschaft: 180,00 € im EZ, 150,00 € im DZ
Anmeldung (bis spätestens 15. Januar 2012) per E-Mail: info@aes-verband.de, per Fax: 0511 - 1215125, per Post: Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Schüler/-innenarbeit, Otto-Brenner-Straße 9, 30159 Hannover -
28.09.2011
Ein Neuanfang im August
Stefan Brüne-Wonner ist neuer Referant für schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit in der EKM.
Er berichte, wie er seine ersten Wochen am neuen Arbeitsplatz erlebte und welche Projekte er bisher begleitet hat.
Es war ein schöner Spätsommertag als ich mein Büro im Kinder- und Jugendpfarramt in Magdeburg bezog. Nicht nur ich war neu sondern auch die Ausrichtung der Stelle.
So bestand meine Büroeinrichtung an diesem ersten Tag aus Möbeln: einem Schreibtisch, Computer und einem Überlebenspaket an Büroartikeln. Referent für schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit steht an meiner Tür. Mittlerweile haben sich die Regale schon ganz gut mit Büchern gefüllt und meinen PC mit virtuellen Ordnern.
AES - Der erste Kontakt in Bad Hersfeld
Für mich ein spannender Termin. Und das schon bei der Anreise. Bad Hersfeld liegt gerade mal 50 km entfernt von der Süd-West-Grenze der EKM. Aber von Magdeburg aus muss man den Harz umrunden und braucht fast 5 Stunden mit dem Zug. Mir wurde klar, wie groß die Landeskirche ist und wie viele Stunden ich demnächst in Regionalzügen verbringen werde. Spannend war für mich zu hören, wie unterschiedlich die Schül/ -innenerarbeit in den einzelnen Landeskirchen organisiert ist und wie groß die Unterschiede zwischen den Ost- und den Westkirchen sind. Aber auch die Gemeinsamkeiten wurden klar. In allen Bundesländern gibt es Bestrebungen, die Ganztagschule auszuweiten: Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in der Schule. In allen Landeskirchen stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen außerschulische Bildungsarbeit organsiert werden kann. In den hauptsächlich ländlichen Strukturen in Thüringen und Sachsen-Anhalt kommt noch hinzu, dass sehr viele Schüler sehr lange im Bus sitzen. Nachmittagsangebote sind kaum noch möglich, weil für viele Jugendliche der Nachmittag und die freie Zeit nach Schule, Hausaufgaben und Busfahrten erst nach 18:00 Uhr beginnen. Und das im Land der Frühaufsteher ( Slogan von Sachsen-Anhalt), wo der Schulbeginn in der Regel zwischen 7:00 und 8:00 Uhr liegt.
Die erste Aktion – Die Klimatasche
Die Klimatasche ist für Schulen gedacht, die sich an der Klimakampagne der EKM beteiligen wollen. Sie ist gefüllt mit verschiedenen Materialien wie zum Beispiel ein Strommessgerät, Sternenkarte, Fahrradflickzeug, Blumensamen und einer Kiste mit Aktionskarten. Auf den Aktionskarten sind Ideenvorschläge aus den Bereichen: Energie, Geld, Umwelt, Konsum und Miteinander. Mit den Karten sprechen wir die Schüler/ -innen direkt an und fordern sie auf, zu dem Motto der Kampagne aktiv zu werden. Geplant war es, 25 Taschen an Schulen zu vergeben, geworden sind es 75 Taschen, die an Gemeinden, evangelische und staatliche Schulen verschickt wurden.
Der erste Fachtag - Schulbezogene Jugendarbeit
Wie kann sich die gemeindliche oder jugendverbandliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Schule hin öffnen? Welchen Rahmen bedarf es für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde? Das waren die Fragen unter denen der Fachtag im Mai stand. Klar geworden ist, dass es an vielen Stellen punktuelle Zusammenarbeit zwischen GemeindepädagogInnen, der offenen kirchlichen Jugendarbeit und LehrerInnen gibt. Wobei die Erwartungen und Ziele der LehrerInnen sich manchmal sehr von unseren Erwartungen unterscheiden. Die Zusammenarbeit zwischen den offenen Einrichtungen und den Mitarbeitenden in den Gemeinden und Schulen findet auf sehr unterschiedliche Art und Weise statt und unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Der allgemeinen Aussage zur Wichtigkeit der Kooperation zwischen Kirchengemeinden, der offenen Jugendarbeit und den Schulen auf landeskirchlicher und Länderebene steht wenig Engagement auf Kirchenkreis-, Landkreis-, Gemeinde- und Schulebene gegenüber. Die vielen positiven Beispiele von Zusammenarbeit, die auf dem Fachtag benannt wurden, sind selten auf eine gute Unterstützung auf Kreis- und Ortsebene zurückzuführen, sondern mehr auf eine gute Zusammenarbeit von Personen. Dort wo es eine Unterstützung gibt, ist sie durch eine langjährige gute Zusammenarbeit einzelner GemeindepädagogInnen, SozialpädagogInnen und LehrerInnen hervorgerufen worden.Viele Fragen sind durch den Fachtag aufgeworfen worden. Ist es sinnvoll mit den Angeboten der kirchlichen Jugendarbeit mehr in die Schulen zu gehen? Wie lassen sich dann in diesem Raum wichtige Prinzipien der offen Arbeit wie Partizipation, Bewertungsfreiheit und Freiwilligkeit aufrecht erhalten? Ist es sinnvoll regionale Netzwerke zwischen kirchlichen Mitarbeitern und Schulen aufzubauen oder gibt es nicht schon viel zu viele Netzwerke? Wie lässt sich die Zusammenarbeit verstetigen?
An diesen und weiteren Fragen werde ich im Zuge meiner Arbeit weiter denken und aktiv werden.
Wir wünschen Stefan für seine Arbeit in Mitteldeutschland alles Gute und viel Erfolg! -
28.09.2011
Zukunft mit Ideen
„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ soll Willy Brandt einmal gesagt haben. Getreu diesem Motto fand von 23.-25. September 2011 die Delegiertenkonferenz der AES in Hofgeismar zum Thema „Zukunft mit Ideen“ statt.
Zum jährlichen Treffen des höchsten beschlussfassenden Gremiums der AES waren haupt- und ehrenamtliche Vertreter/ -innen der Länderschülerinnen- und Schülerarbeiten Deutschlands eingeladen.
Der Einstieg in ein arbeitsreiches und produktives Wochenende wurde am Freitag durch eine „mini“ Zukunftswerkstatt gegeben. Hier beschäftigten sich die Delegierten mit aktuellen und zukunftsweisenden Belangen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland. Die Köpfe rauchten über Fragen wie „Was macht die AES in Hinsicht auf schulbezogene Jugendarbeit besonders und unverzichtbar“ oder „Wie wollen wir in den nächsten Jahren Schüler/ -innenarbeit gestalten?“.
Zukunft zu gestalten kann nur gelingen, indem man sich an Bewährtem orientiert und aus der Geschichte lernt. Deshalb wurden die in der Schüler/ -innenarbeit aktiven Delegierten in ihren Ideen zur Zukunftsgestaltung unterstützt von Gästen aus dem Bibelkreis e.V., der sich zusammensetzt aus Senioren der früheren Schüler/ -innenarbeit.
Neben der inhaltlichen Arbeit und dem Ausblick auf die Zukunft der AES stand Samstag und Sonntag auch die Arbeit an der Tagesordnung auf dem Programm. Für den AES-Verband wurde ein neuer Vorstand gewählt, dem wir an dieser Stelle alles Gute für seine neuen Aufgaben und Herausforderungen wünschen.
Mitglieder dieses Vorstandes sind:
Dorothea Jüngst (Referentin für schulbezogene Jugendarbeit im Amt für evangelische Jugendarbeit, Bayern),
Helen Petrisca (Ehrenamtliche der Evangelischen Schüler(innen)arbeit in Baden),
Stefan Brüne-Wonner (Referent für schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland),
Carla Meyer (Ehrenamtliche aus dem Berliner BK),
Karin Kienle (Referentin für schulbezogene Jugendarbeit / Evangelische Schüler(innen)arbeit in der Pfalz) und
Grudrun Junge (Pastorin für Evangelische Schüler(innen)arbeit der Hannoverschen Landeskirche).
Aus der Vorstandsarbeit haben sich Heiko Herholz, Felix Husemann, Andreas Kosmalla und Takeshi Otani verabschiedet. Auch ihnen gilt ein großes Dankeschön für ihre Mitarbeit, ihr Mitmachen und Mitbewegen in der Evangelischen Schüler(innen)arbeit.
Verabschiedet wurde ebenfalls Wiebke Albes, längjährige Assistentin der AES-Geschäftsstelle. Ihre Arbeit führt nun Heike Bartsch weiter, die auf der Delegiertenkonferenz herzlich ins Team aufgenommen wurde.
Gemeinsam wurden an diesem Wochenende Impulse gesetzt, wie die eigene Arbeit vor Ort, im AES-Verband und in der AES-Geschäftsstelle nach der Delegiertenkonferenz gestaltet werden kann. Ein kleines Stück Zukunft konnte somit vorausgesagt werden!
